Der globale Streit um Gentechnik
"Ich will, dass Amerika die ganze Welt ernährt"
(George W. Bush, 22. Juni 2001)
Mitte Mai 2003 reichten die USA, Kanada und Argentinien bei der Welthandelsorganisation
(WTO) eine Beschwerde gegen den Zulassungsstopp der EU für genetisch
veränderte Organismen (GVO) ein. Dieses Moratorium sei wissenschaftlich
nicht begründet und schränke die Exportmöglichkeiten US-amerikanischer
Bauern nach Europa ein. Deshalb stelle es ein nicht mit WTO-Regeln zu
vereinbarendes Handelshemmnis dar.
Gibt die WTO nun der Klage von USA, Kanada und Argentinien statt, so
muss die EU ihre Gentechnik-Politik ändern, um Strafzahlungen in
Milliardenhöhe abzuwenden. Ungeachtet dem Schutz von Umwelt und Gesundheit
und entgegen den Bestimmungen eines internationalen Umweltschutzabkommens
- des UN-Biosafety-Protokolls! Wir sagen daher: Die WTO ist zu mächtig!
Doch nicht nur das Gentechnik-Regime der EU steht auf dem Prüfstand,
denn Entscheidungen der WTO sind Präzedenzfälle. Wenn sich die
Linie der USA durchsetzt, geraten daher Länder weltweit unter Druck,
ihre Gentechnik-Regulierung an WTO-Regeln anzupassen.
|
Aktuell
09.04.2005
Kampagnen-Abschluß-Aktion in Potsdam
05.11.2004
GENug-WTO-Kampagne zeig Kino-Spots zum Streitfall
01.11.2004
Gentechnik-Gesetz im Vermittlungsausschuß
26.08.2004
WTO braucht wissenschaftlichen Rat im Gentechnik-Streitfall
25.05.2004
106.000 Unterschriften der WTO überreicht!
(Pressemitteilung)
19.05.2004
EU-Kommission bricht das Gentechnik-Moratorium durch die Zulassung des ersten Genmaises seit 1998
10.05.04
Schon über 71.000 Unterschriften!
26.04.04
EU-Rat gibt grünes Licht für den Fall des Moratoriums.
16.04.04
Rückblick zur Tomatentour ist online
22.03.04
Neue Publikationen online
|